Ich bin noch etwas schuldig! Ich habe doch versprochen, einige festlich geschmückte Schaufenster (als mahnendes Beispiel?) zu fotografieren und über meine letzten Tage im vorweihnachtlichen New York zu berichten.
Ich entschuldige mich für die Verspätung! Zur Entschuldigung: Ich bin bereits wieder in D und habe alle Hände damit zu tun, meine Lieben zu treffen, meine Wohnung wieder meine Wohnung werden zu lassen und meine sportlichen Aktivitäten auf ein dezemberliches Programm einzurichten.
In diesem Zusammenhang: Liebe Linda, vielen, vielen Dank für all die Tanzmusik und Links zu Tai-Chi-Videos. Aber es macht einfach mehr Spaß mit der gesamten Gruppe - und mein Wohnzimmer ist viel zu klein! Also höre ich mir die Musik einfach an und tanze im Geiste Cha-Cha-Cha und koreanische Tänze.
Nun zu meinen Vorweihnachtseindrücken.
Schaufenster - kreativ, preiswürdig
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| Die Tierfiguren sind in Wolle gehüllt ... |
Thema: "Carnival ot the Aninmals", vielleicht gar nicht weihnachtlich gedacht, aber voller Ideen und wunderschön.
Es gibt ein weißes Fenster (für die Säugetiere), ein blaues (für Unterwasserwelten) und goldfarbenes Fenster (für die Vogelwelt), in denen das Objekt der Begierde fast schon Nebensache ist.
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| ... der gestrickte Elch ... |
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| ... der Wolf im "Schafpelz". |
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| Die Vogelwelt - mit Kleid und Löwe |
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| Nicht nur ich bin begeistert |
"Nebenschauplätze" von Bergdorf Goodman
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| Proust-Schattentheater für "van Cleef & Arpels", in dem der Vorhang in der Mitte den Blick für Kostbarkeiten freigibt. |
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| Herrenmode - in der Präsentation animalisch |
Ebenfalls einfallsreich finde ich Luis Vuitton, der seine Taschen und Koffer ziemlich originell in Szene setzt. Ob es auch weihnachtlich gemeint ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Schön sind auch die Schaufenster von Macy's zum Thema "Reise zu fremden Welten" (oder so etwas ähnliches), in denen nicht nur alles in Bewegnung ist, sondern dies auch musikalisch untermalt wird. Das wiederum beeindruckt den Kebab-Verkäufer vor Macy's in keiner Weise, der mit, na ja, so etwas wie Ethno-Rhythmen konsequent dagegen hält.
Tiffany & Co setzt den Fokus auf Jahrmarktszenerien in Puppenhausformat. Getreu nach dem Motto "Wenig ist Mehr" findet der Betrachter die edlen Steine manchmal nur nach längerer Suche.
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| Tiffany & Co Totale - jedes der Fenster zeigt eine Szene |
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| Schaufenster von Anthropologie |
So ist New York: Saks verpackt das ganze Haus und ziert es mit einer Lichterschleife und UBS lässt die tragenden Säulen an der Vorderfront von überdimensionalen Nussknackern bewachen. Die abendlichen Weihnachtskugeln mit Beleuchtung sind doch wesentlich attraktiver als am Tag.
An diesem Abend zeigt das Thermometer übrigen 68° FH oder 20°C! Es ist der 29. November, gegen 18 Uhr. Die Temperatur läßt Sommergefühle aufsteigen und viele sitzen mit leichter Kleidung am Times Square, vor Macy's oder in den Parks. Daran ändert auch die Weihnachtsbeleuchtung am Hot-Dog-Stand nichts.
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| Nach den Einkäufen entspannt (oder völlig am Ende) vor Macy's ... |
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| ... oder am Times Square. |
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| Beweisfoto: 68° |
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| Auch hier: Wenig ist Mehr! |
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| Time Warner Center ... |
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| ... im Farbenrausch |
Wer zur Hölle ist Justin Bieber?
Meinen letzten Abend in New York konnte ich mit dem großartigen Lighting-Event vor dem Rockefeller Center krönen. Das war allerdings nicht so einfach wie gedacht - denn das wollten natürlich mehrere tausend andere auch. Ich bin schon am frühen Nachmittag an der Rockefeller Plaza und schaue mir die Örtlichkeiten an. Der Baum noch im natürlichen grünen Nadelkleid, der Platz bereits mit Absperrgittern, Polizisten und Menschen gefüllt; Scheinwerfergerüste, Podien und Boxentürme werden aufgebaut, es herrscht reges Kommen und Gehen und viele suchen bereits jetzt, es ist gegen 3, den vermuteten besten Platz. Die Lighting-Show startet laut Internet um 7 Uhr. Es ist nun doch kälter geworden und ich beschließe, noch ein wenig spazieren zu gehen und mich später um einen Schauplatz zu kümmern. Ich komme gegen 5 zurück und muß kreuz und quer gehen, weil fast alle Straßen rund um die Rockefeller Plaza weiträumig gesperrt sind. Ein unglaublich großes Aufgebot an Polizisten steht überall bereit und dirigiert die Menschenströme von A nach B. Irgendjemand sagt, dass heute auch Obama in der Stadt sei und vielleicht den Baum "anzündet" (es stellt sich später heraus, dass Obama tatsächlich hier ist, allerdings im schönen und warmen Waldorf Astoria).
Ich versuche, die Plaza über die 49th Street zu erreichen, laufe aber in eine Falle. Kurz bevor ich die Ecke erreiche, die auf die Plaza führt, hindern mich stehende Menschenmassen, Absperrgitter und Cops am Weiterkommen. Auf der anderen Straßenseite steht ein Technikwagen mit ausgefahrenem Groß-Videoscreen, auf dem ohne Ton ein Werbefilm für Top of the Rocks läuft, davor, von meinem Standort aus auf der gegenüberliegenden Straßenseite, stehen dichtgedrängt ebenfalls Massen von Menschen und starren auf den Bildschirm.
Na gut, denke ich, ehe ich mich jetzt hier wieder herauswinde, den ganzen Weg zur 6th Av zurücklaufe und versuche, über die 5th Av näher heranzukommen, bleibe ich eben hier und sehe mir das Spektakel auf Videoscreen an. Vielleicht wird der Weg ja später für uns freigemacht. Ton zum Bild wäre allerdings schön - finden auch meine Stehnachbarn, als die ersten Stars auf der Leinwand mit Mikrophon zu sehen sind.
Mehrfach befragen wir vorbeilaufende Cops, ob und wann wir mit Ton rechnen können. Man wisse es nicht, aber das, was wir sehen, sei eh die Probe. Und so können wir schon vorab Michael Bublè, Neil Diamond, Carol King, einen mittlerweile 85-jährigenTony Bennett und - zur Verzückung der gesamten weiblichen Zuhörerschaft im Teenageralter (und darunter) - Justin Bieber bewundern. Ich bin mal wieder völlig out und mußte mir von meinen Stehnachbarn, einem Paar so Mitte 60, sagen lassen, dass dieser 17-jährige kanadische "Milchbubi" total angesagt ist. Das Publikum kreischt jedenfalls lauthals, sobald nur der Name fällt (auch ohne Bild) und zückt Handys und Kameras und fotografiert die Videoleinwand. Ich habe dann einfach immer mitgekreischt - das war lustig und das mache ich ja nun wirklich nicht so häufig (noch nicht mal bei "meinem" Alan).
In der Live-Übertragung haben wir dann tatsächlich Ton und bewundern die Künstler, die alle mit Inbrust Weihnachtslieder vortragen: Neil Diamond mit Chor, Tony Bennett (dem die jungen weiblichen Claqueure zujubeln), Justin Bieber (aaaaaaahhhhhhh), mal mit mal ohne Usher (kenne ich auch nicht), die Tanzdamen The Rocketts, Carol King, Michael Bublè und etliche andere mehr. Herr Trump nebst Gattin und Sohn werden interviewt.
Dann irgendwann steht Herr Bloomberg am roten Knopf, alle zählen von 10 bis 0, Herr Bloomberg drückt auf den roten Knopf und die Lichter am Baum gehen fast zaghaft an; irgendwie unspektakulär.
2 Stunden stehe ich vor der Show, 2 Stunden während der Show und nochmal 1 Stunde nach der Show - und alles nur wegen eines beleuchteten Weihnachtsbaumes. Auch lange nach dem Ende der Show werden die Absperrgitter nicht aufgehoben, stattdessen fordert uns ein Polizist mit Megaphon auf, die Straße in Richtung 6th Av zu verlassen. Mit eiskalten Füßen und Händen finde ich irgendwann einen Weg in ein Fast Food Restaurant (mit Toilette) und schaffe es, noch eine heiße Suppe zu bekommen.Und dann probiere ich es doch noch einmal, den beleuchteten Baum wenigstens einmal aus der Nähe zu sehen. Aber immer noch ist der Zugang zur Plaza gesperrt. Trauben von Menschen stehen an den verbliebenen Absperrgittern und fotografieren sich mitsamt Baum aus der Ferne - so wie ich. Polizisten achten darauf, dass wir ja nicht den sidewalk verlassen oder uns gar an den Absperrungen vorbeimogeln.Ich kann mich für ein Foto nach vorne drängeln. Und bin froh, dass ich endlich nach Hause und mich in meinem Bett wieder aufwärmen kann.
Dann bleibt mir nur noch, meine beiden Koffer zum Schließen zu zwingen und am nächsten Tag die Stadt Richtung D zu verlassen.
Aber noch bin ich nicht fertig mit New York ... Einen Post möchte ich noch schreiben: mein Fazit, meine Highlights, meine liebsten Fotos. Aber nicht mehr heute.





































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