Running-Circle - the long version
Mit einiger Verspätung , aber wie versprochen hier nun mein kleiner New York City Marathon Bericht. Die Fakten sind ja bereits bekannt: 45.000 Menschen rennen in strahlendem Sonnenschein von Staten Island, durch Brooklyn, Wiiliamsburg, Queens und einem kleinen Schlenker durch Bronx über Harlem bis zum Central Park, hier ist die Strecke zum anklicken.
Die Ergebnisse: Die schnellste Frau ist Firehiwot Dado aus Äthiopien in 2:23 (habe ich gesehen) und der schnellste Mann Geoffrey Mutai aus Kenia mit 2:05 (habe ich auch gesehen).
Mein Platz war im Central Park etwa 400 m vor dem Ziel - zwischen zwei älteren Damen aus Minnesota, deren Neffe Donny mitlief (und auch ziemlich weit vorne ins Ziel kam, weil wir ihn alle mit "Donny, Donny"-Rufen anfeuerten), einer brasilianischen Familie und einer Lady aus der Upper West Side, die immer gerne nach Deutschland fährt.
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| Beeindruckend! |
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| Sehr beliebt und mit viel Beifall bedacht: Kostümierte Läufer |
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| .... war mir eher peinlich ... |
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| Zaungäste wie ich, die nicht mehr stehen können. |
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| Man muss auch nicht zugucken, wenn man nicht will! |
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| Nach dem Lauf ist vor dem Lauf ... |
... die armen müssen richtig weit gehen, um zu ihrer Habe zu kommen. Da fast alles gesperrt ist, geht das nur mit ziemlich langen Umwegen.
Wie für mich auch. Ich bin nach dreieinhalb Stunden Zuschauens völlig durchgefroren (es war nur in der Sonne warm und ich stand irgendwann im Schatten) und will nur noch in Ruhe eine heiße Suppe zu mir nehmen. Dass das nur weit entfernt vom Columbus Circle funktionieren wird, ist mir klar und ich bewege mich in Richtung Westen, auf den Hudson zu. Ich plane nach der Aufwärmphase einen schönen Sonnenuntergangsspaziergang im Riverside-Park (den kennt der geneigte Leser ja schon!)
Circle-Line
Die Linsensuppe im griechischen Fast-Food Restaurant an der Ecke 58. Street und 10th Av. ist jetzt nicht im Michelin, aber ok, die Toilette auch und die Zehen fühle ich wieder, als ich mich zum Fluss aufmache.
Und wer kommt mir entgegen, Wochen, nachdem der Kontakt in beiderseitigem Einvernehmen extrem stark reduziert wurde? Ronald! Ich bin in einer 8-Millionen-Stadt, es sind mindestens 1 Millionen Gäste, Läufer und ihre Familien da und ausgerechnet Ronald läuft mir "in die Arme", oder ich ihm. Welch' ein Zufall!
Ohne ihn gehe ich nach Süden und sehe eine Fähre der Circle Line anlegen. Spontan entschließe ich mich, die zweistündige "Semi-Circle&Harbor Lights Cruise" zu unternehmen. Eine richtig gute Entscheidung: Im Sonnenuntergang rund um die Südspitze mit Lady Liberty und Ellis Island, unter den Brücken hindurch den East River hinauf bis kurz vor Roosevelt Island und im Dunkeln wieder zurück. Gut, dass ich Mütze und Handschuhe dabei habe.
Ein paar Fotos (ungeheuer schwere Auswahl, so viele schöne Fotos! Ich habe mittlerweile übrigens über 12 GB Fotos - was mach' ich nur damit???)
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| David, der uns als Guide begleitet, ein ausgezeichneter Erzähler |
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| Am Anfang waren fast alle an Deck ... |
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| Für Ulla! |

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| ... gegen Ende wurde es den meisten doch zu kalt an Deck |
wird Chick Corea irgendwann dieser Tage. Herr Corea feiert etwa 5 Wochen lang seinen 70 (!) Geburtstag im "Blue Note".
Jeden Tag (!) zwei Konzerte mit wechselnden Mitmusikern, von John McLaughlin über Herbie Hancock, Gary Burton, Bobby McFerrin und zig anderen mehr. Ich habe mich für das Konzert mit Bobby McFerrin entschieden - eine wirklich schwere Entscheidung. Ich hätte gerne mehr besucht, aber die Preise sind ziemlich "gesalzen".
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| Mit Ai, spontan aus dem Publikum, einer tollen Sängerin ... |
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| ... und McFerrin Junior, der auch richtig gut ist. |
Zu guter Letzt:
Sie war mal wieder da, die "Mei-Hei-Tei" - Verkäuferin. Ich habe sie zwar nicht aufgenommen, aber eins gekauft und gegessen - nachdem ich mich mehrfach bei ihr durch Nachfragen in ausufernden Gebärden versichert habe, dass es essbar sei! Und die Dinger schmecken gut! Also, ich habe nur den Inhalt, nicht die Blätter (und Fäden) gegessen. Es ist eine Reispampe mit, na ja, vielleicht Schinken und vielleicht Ei.
Gleichwohl ich lebe noch (wenn auch erkältet, aber das ist bestimmt nicht davon, sondern von der Klimaanlage in meiner Language School! Deshalb habe ich auch so wenig Zeit im Moment.)























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