Das ist, gelinde gesagt, unangenehm, besonders an schwülen Tagen und bei Stau, denn immerhin stehen und rollen die Autos auf einer dreispurig ausgebauten Straße. Die A40 ist nichts dagegen. Und die Beschallung aus so mancher Soundanlage kann es mit den besten Diskotheken der Welt durchaus aufnehmen.


Dem amerikanischen Sonntagsjogger, Baseballer oder Radfahrer scheint das allerdings überhaupt nichts auszumachen - bewundernswert.

Bei schwüler Gewitterstimmung ist es hier, wie in anderen Städten auch, ziemlich unangenehm. Schon morgens beim Tai-Chi läuft uns (den Tai-Chi-Ladies und mir) der Schweiß in Strömen. Da es auf und am Wasser in der Regel immer kühler ist, scheinen mir Flußüberquerungen angenehmer zu sein. Also überquere ich gleich zweimal den East River. Nach Brooklyn über die gleichnamige Bridge und zurück nach Manhattan über die ebenfalls gleichnamige Bridge. Ist aber nicht besonders kühler. Was auch immer gerade an der Brooklyn Bridge repariert wird, es ist laut (schon wieder!) und durch die rechts und links zum Schutz für Besucher und Arbeiter eingepackte Brücke staut sich die Luft am Brooklyn-Ende erst recht.
Die Gegend zwischen den beiden Brücken in Brooklyn, Fulton Ferry/DUMBO, hat einige wirklich schöne Läden. Meine Favoriten sind die Buchläden mit kleinen Ausstellungen und großformatigen Bildbänden in alten Lagerhäusern. Hier ist auch das DUMBO Art Center, ein offensichtliches Independent-Theater und teuer aussehende Cafes - entsprechend ist auch das Publikum. Die Gegend scheint nicht ganz billig, immerhin bezahlt man den Blick auf Manhattan mit. Und wenn man des Abends von der Manhattan Bridge mal einen Blick in ein beleuchtetes Wohnzimmer erhascht ... ja, das kostet schon was.
Mir gefällt, dass der Empire Fulton Ferry State Park auch recht beliebt bei asiatischen Hochzeitsfotografen ist (Stilecht nur mit " I love you" -Luftballons vor diesem Hintergrund).
Dass der New Yorker Reiter gleich dem New Yorker Hundehalter immer eine Plastiktüte für die Ausscheidungen seines vierbeinigen Freundes dabei haben sollte, finde ich nur konsequent - wenn man das bitteschön auch auf die Zweibeiner ausdehnen könnte!So long und, um es mit dem Doorman der Trump Plaza zu sagen: "Have a nice day!"
PS: Ich bin mit meinen Berichten etwas in Verzug, die letzte Septemberwoche hat noch vieles mehr geboten. Das kommt dann noch (Bronx Zoo, Ausstellung im bestimmt kreativsten Hotel im NY, was man nicht alles für Geld macht ...).
PSS: Jetzt ist es übrigens nicht mehr warm, eher kalt.
PSSS: Ich bin jetzt auch offizielles Mitglied bei den Tai-Chi-Ladies, für $5 im Monat.
PSSSS: Habe mein erstes Outdoor-Gewitter heil überstanden.





Hi MoRo, ja genau das will ich lesen über NY: Netrebko für nöppes und Jogger neben dem Highway (joggen ist ja soooo gesund...). Und wenn ich nicht wüßte, dass du es mit dem Urheberrecht ganz genau nimmst, ich würde das japanische Hochzeitspaar für ein Foto aus einer ganz schlechten japanischen Soap halten - herrlich kitschig! Ich bin schon gespannt auf die Bronx & Co-Stories. Ach ja, wie schaut es denn mit den NY Wutbürgern aus? Hier haben sie es zumindest in die Tagesschau geschafft. Dann bis zum nächsten Blog, LG Jenny
AntwortenLöschen